Erasmus+ Projekttreffen in Spanien 3. bis 7. April 2017

 |  Das zweite Projekttreffen in diesem Schuljahr führte unsere kleine Gruppe nach Tarragona in Spanien um weiter am Thema re|discovery of horses zu arbeiten.


Der erste Tag war gefüllt mit Bahn, Flugzeug, Bus und am Abend wurde bei einer "SelfGuidedTour" die Stadt zu Fuß entdeckt. Beim gemeinsamen Abendessen wurden die ersten Kontake geknüpft.

Nach ausführlichem Frühstück am nächsten Morgen stiegen wir bei traumhaftem Sonnenwetter in einen Bus und erreichten nach einer halben Stunde "the riding school" unserer Gastschule. Zwischen Palmen und antiken Kunstschätzen genossen wir eine Vorführung der "spanischen Dressur", welche sich doch von uns bekannter Dressur unterscheidet. Der traditionell gekleidete Barockreiter präsentierte uns diverse Dressurlektionen, welche wir begeistert beklatschten. Zwischendurch labten wir uns an Getränken und süßen sowie salzigen Snacks.

Weiter ging es mit Pferdezahnärztin und Pferdephysiotherapeut, die uns einen praktischen Einblick in ihre Arbeit gaben. Danach gab es wieder Essen, welches wir uns im Freien gönnten. Der kühlende Wind lenkte uns von der Sonne ab - die Folge waren rote Gesichter. Siesta!  Manche lagen im Gras, die anderen saßen irgendwo herum und genossen das Da Sein.

Auf zur Sightseeingtour! Erstaunlich, wie interessant römische Ruinen sind -hinauf-hinunter, kreuz und quer durch Gänge, Türme und Gewölbe. Der krönende Abschluss war das Amphitheater in Pole Position am Meer. Jetzt aber ab auf die blauen Wellen mit einer Hafenrundfahrt! Der Wind pfiff, die See strahlte dunkelblau und das Panorama rollte an uns vorbei! Danach bestaunten wir noch die "menschlichen Türme" der Katalanen.  Direktor Leitner stellte sich als festes Bollwerk unten auf - gegürtet mit einem schwarzen Leinentuch als Halt für die auf ihn kletternden Zehen der zweiten Turmmitglieder. Der Abend endete in einer wirklich riesigen Halle,  worin von örtlichen Fischern ein fischiges Essen bereitet und gesponsert wurde.

Auf in den nächsten Tag. Nachdem wir bei leider nicht so gutem Wetter gefrühstückt hatten, machten wir uns alle auf den Weg zur Bushaltestelle, um von dort dann in die spanische Schule zu fahren. Auf dem riesigen Schulgelände angekommen, wurden wir in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe wurde einem Workshop zugewiesen. Als erstes besuchten wir den Workshop "Riders' health - specific Thai massage for riders". Wir wurden mit Händen und Füssen bearbeitet und waren so überhaupt nicht unglücklich über die entspannende Behandlung von den Schülern des Instituts Cal-lipolis aus Tarragona. Danach kam "First aid after falling off the horse". Hier lernte man, wie man Erste-Hilfe leisten kann, wenn sich der Reiter den Arm, das Bein, das Becken oder das Genick bricht. Dazu wurden auch Reitmaterialien genützt - zum Beispiel Gamaschen für die Vorderbeine oder eine Schabrake, ... . Gestärkt mit Kuchen und warmen Kakao ging es weiter mit dem letzten Workshop "Riders' health - Pilates for riders". Eine Trainerin brachte uns hier mit diversen Übungen ordentlich ins Schwitzen, was jedoch bei der Menge der verzehrten spanischen Spezialitäten sicher nicht schadete denn am Ende dieses Workshops gab es Mittagessen. Zur Auswahl standen Paella, Ragout und Kichererbsensalat. Gestärkt machten wir in der Sonne unter den Palmen.

Siesta. Nach dem Päuschen hieß uns die spanische Direktorin herzlich willkommen. Anschließend präsentierten alle Partnerschulen wie auch wir ausgearbeitete Lernmaterialien und danach fuhren wir nach Tarragona und hatten dort etwas Zeit, um die Stadt ohne Professor/innen zu erkunden. Zur Krönung des Abends aßen wir typisch spanische Brötchen und nachdem alle satt waren, marschierten wir zurück ins Hotel.

Der vorletzte Tag führte uns mit einer zweistündigen Busfahrt, welche schon um 7 Uhr begann, nach Barcelona. Dort erhielten wir gleich eine Führung durch den Park "Güell" der von Antonio Gaudi designt wurde. Der naturnachempfundene mit Recycling-Elementen gebaute Park war voller grüner Papagos (spanisch für Papagei). Danach ging es mit dem Bus weiter zur berittenen Polizei. Dort angekommen wurde uns das Training für " la caroussell" gezeigt - eine besondere Dressuraufführung dieser Pferdeeinheit. Nach einer Führung durch diese langjährig bestehende Polizeistation ging es dann auch schon wieder zum Picknick in den nächsten Park.

Nach weiterem im Bus Sitzen, kamen wir endlich in unserem Hostel an und bezogen die Zimmer. Freie Zeit hatten wir davor kaum da der Zeitplan sehr eng, jedoch interessant war. Nun aber konnten wir in Barcelona auch selbst die Gegend erkunden und machten uns voll motiviert auf den Weg. Nach HardRockCafe, Subway und Co. ging es dann Richtung Abendessen. Dort machten wir zuerst ein Quiz über die letzten Tage mit Hilfe moderner Abfragemethode (Plickers) und dann gab es vegetarische Paella zum Essen. Noch eine letzte Führung durch die Stadt in den Abend- und Nachtstunden und der vorletzte Tag war zu Ende.

Voller neuer Eindrücke und mit vollem Magen beendeten wir dieses Treffen in Spanien. Die vielen Momente und Begegnungen müssen nun noch "verdaut" werden, aber die Vorfreude auf das nächste Treffen in Frankreich im Herbst 2017 kommt schon wieder auf. Erasmus+, eine verbindende Möglichkeit, die immer wieder Gelegenheit gibt, Grenzen zu überwinden um eine gemeinsame Zukunft für Jugendliche zu schaffen.