Erasmus+ LongTermExchange | Alexandra Stadler

 |  Heute ist bereits mein 14. Tag in Frankreich. Die ersten 2 Tage meiner Ankunft verbrachte ich in Paris zusammen mit meiner Gastschwester Cyrielle (die auch bei mir gewohnt hat während ihres Aufenthaltes in Österreich) und deren Bruder Cyprien, der in Paris lebt.


Wir haben uns natürlich die klassischen Touristen-Sehenswürdigkeiten angeschaut (Eiffel Turm, Pantheon, etc.) sowie meinen Lieblingsplatz in Paris, ein kleines kanadisches Buchgeschäft im Quartier Latin.

Am Samstagabend fuhren wir mit dem Zug nach Châteauroux und von dort aus noch ungefähr eine Stunde nach Chéniers zu Cyrielle nach Hause. Mir wurde gesagt in Frankreich haben die Züge oft Verspätung (und zwar womöglich gleich mehrere Stunden), so war es auch bei dieser Zugfahrt aber zum Glück nur ca. 20 Minuten. Ein Grund für solche Verspätungen kann unter anderem auch die Verspätung eines anderen Zuges sein der noch auf denselben Gleisen steht und deshalb nachkommende Züge aufhält.

In meiner Gastfamilie wurde ich herzlich empfangen und zwar mit jeweils 2 Küsschen von jedem (es könnten nämlich auch 3 oder 4 sein, je nach der Region in der man sich befindet). Meine Gastfamilie hat es sich wohl zum Ziel gemacht mich nicht heimfahren zu lassen, bevor ich nicht fließend französisch spreche. Sie reden auch ausschließlich Französisch mit mir, obwohl man bemerken sollte, dass jeder in der Familie wirklich sprachgewandt ist.

Am Montag darauf traten Cyrielle und ich unsere Reise ins Internat an. Das bedeutet eine Stunde mit dem Auto nach Châteauroux und dann noch eine Stunde mit dem schuleigenen Bus nach St. Cyran du Jambot. Ich wurde auch dort mit offenen Armen empfangen, sowohl von meinen Mitschülern (wir sind ganze 8 Leute in der Klasse!), als auch von den Lehrern, die sehr auf mich zukommen.

Der Alltag ist für französische Schüler wirklich viel viel viel anstrengender als für österreichische Schüler, oft arbeiten meine Klassenkollegen bis nach 20:00 Uhr (damit meine ich durchgehend, abgesehen von Pausen natürlich). Ich darf hingegen schon um 15:20 Schluss machen.

Diese Woche hat meine Gastschwester eine Praktikumswoche absolviert. Ich blieb währenddessen in Châtillon-sur-Indre und wohnte im Hause des Bürgermeisters und seiner Frau. Diesen Mittwoch besuchte ich zu dem die Stadt Tours und eine nahegelegene Burg.

Bisher konnte ich zahlreiche französische Spezialitäten probieren darunter auch bekannte Backwaren wie des pains au chocolat, des macarons, des chaussons aux pommes und etliche weitere.