Erfolgsgeschichten, die stolz machen

 |  Am 13. November 2025 fand im Sommerrefektorium des Stiftes Lambach eine besondere Podiumsdiskussion der HAK Lambach im Rahmen einer Diplomarbeit mit dem Thema „Karriere in der Pferdewirtschaft: Perspektiven und Erfahrungen“ statt. Rund 150 Zuhörer:innen – Schüler:innen der HAK und des ABZ Lambach – nutzten die Gelegenheit, um spannende Einblicke in die vielfältigen Karrierewege ehemaliger Absolventinnen zu gewinnen.


Bereits zu Beginn wurde das Ziel der Veranstaltung klar herausgearbeitet: Die Schüler:innen sollten einen realistischen und inspirierenden Überblick darüber erhalten, welche beruflichen Perspektiven sich aus einer Ausbildung im Bereich Pferdewirtschaft ergeben können. Nach der Mittelschule oder dem Gymnasium stehen viele Jugendliche vor der großen Entscheidung, welchen Bildungsweg sie einschlagen möchten. Die Möglichkeiten reichen dabei von der vierjährigen Fachschule für Pferdewirtschaft bis hin zur sechsjährigen Ausbildung mit HAK-Matura. Viele – darunter auch die geladenen Podiumsgäste – hatten sich für die Kombination aus Pferdehaltung, Reiten und betriebswirtschaftlicher Ausbildung entschieden, da sie nicht nur fundiertes Wissen im Umgang mit Pferden vermittelt, sondern gleichzeitig den Zugang zu zahlreichen weiteren Berufsfeldern eröffnet: in der Wirtschaft, im Tourismus, im Marketing oder in ganz anderen Branchen. Die Veranstaltung sollte zeigen, wie vielfältig diese Wege sein können und welche Chancen sich für Absolventinnen tatsächlich ergeben.

Auf dem Podium nahmen fünf Absolventinnen der Jahrgänge 2016 bis 2019 Platz, die alle den Zweig Horsemanagement & Economics abgeschlossen hatten und heute in sehr unterschiedlichen beruflichen Bereichen erfolgreich sind. 

  • Maria-Chryseldis Greiter – leitet einen Hotel- und Reitschulbetrieb in Serfaus (Tirol) und verbindet dabei Pferdewirtschaft mit Tourismusmanagement.

  • Dr. Veronika Brunner – arbeitet als Tierärztin mit Spezialisierung auf Rinder im Mühlviertel und betreut Landwirte in ihrer Region.

  • Mariella Offner – ist international als Pferdegroom bei Spitzen-Springreiter Max Kühner in Bayern tätig und sorgt hinter den Kulissen für den optimalen Zustand der Turnierpferde.

  • Stefanie Neugebauer – hat die Pferde gegen Konzerte eingetauscht und arbeitet jetzt selbständig im Musikmanagement begleitet Tourneen und organisiert Merchandising für Künstler in Wien.

  • Nadja Viehböck – orientierte sich außerhalb der Pferdewirtschaft, wurde Polizistin in Linz und bringt seither Disziplin und Engagement aus ihrer Ausbildung in den Polizeidienst mit ein.

Die Absolventinnen berichteten offen von ihrem Berufsalltag, ihren Erfahrungen und den Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg gemeistert hatten; dadurch konnten sie den SchülerInnen vor den Entscheidungen nach der Matura die Angst nehmen. Sie erinnerten sich an ihre Schulzeit, die Matura und die wesentlichen Grundlagen, die sie im abz und an der HAK mitbekommen haben. Besonders betonten sie, wie sehr ihnen wirtschaftliches Denken, Disziplin, Geduld und Durchhaltevermögen – insbesondere aus der Arbeit mit Tieren – in ihrem späteren Berufsleben zugutekamen.

Eine Aussage, die hängen blieb und im Saal zustimmendes Nicken auslöste: „Erfolg fällt nicht vom Himmel – man muss aktiv etwas dafür tun. Wer etwas erreichen will, darf nicht auf der Couch sitzen bleiben.“

Mit perfekter Vorbereitung und viel Charme führten Tatjana Stürzenbecher und ihre Teamkolleginnen Sophia Haderer und Finian Geiger durch die Veranstaltung. Die Moderatorinnen schafften es, eine offene Gesprächsatmosphäre zu gestalten, in der die Gäste ehrlich aus ihrem Alltag erzählten und zugleich Mut machten, eigene Wege zu gehen.

Besonders gefreut hat das Lehrerteam die Rückmeldung der Absolventinnen, dass sie sich „glücklich schätzen, eine so gute Schule gewählt zu haben“ – ein schönes Zeichen der Verbundenheit und ein Beweis dafür, wie sehr die HAK Lambach ihre Schüler:innen auf ihrem weiteren Lebensweg prägt.

Die Veranstaltung schenkte dem Publikum Inspiration, Motivation und einen eindrucksvollen Überblick darüber, welch breite und spannende Möglichkeiten sich nach der HAK-Matura eröffnen können. Sie zeigte zudem, dass es nie zu spät ist, neue Wege einzuschlagen, dass Offenheit für unterschiedliche Chancen entscheidend ist und dass sich auch außerhalb der Pferdewirtschaft berufliche Möglichkeiten lohnen.