Geleitet wurde der Workshop von Reinhard Leonhardsberger von der unabhängigen Nachhaltigkeitsdrehscheibe U-N-D. Unterstützt wurde er von zwei beeindruckenden Role Models mit Wurzeln in Pakistan und Äthiopien, die den Jugendlichen persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen mit Diskriminierung und Vorurteilen in Österreich gaben. Ihre authentischen Berichte regten zum Nachdenken an und zeigten eindrucksvoll, wie wichtig Offenheit, Respekt und Chancengleichheit für ein gelungenes Zusammenleben sind.
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die Auseinandersetzung mit den eigenen Urteilen und Vorurteilen. Durch interaktive Übungen reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Wahrnehmungen und lernten den Unterschied zwischen objektiven Beobachtungen und vorschnellen Bewertungen kennen. Anhand ausgewählter Zitate setzten sie sich zunächst mit der Frage „Was ist Demokratie für mich?“ auseinander und tauschten ihre Gedanken dazu aus. Anschließend erarbeiteten sie in Gruppen, wie Urteile über äußere Merkmale wie Alter, Haar- oder Hautfarbe entstehen und wann daraus Vorurteile werden können.
Ein wichtiger Schwerpunkt des Workshops war die Auseinandersetzung mit Vorurteilen als Beitrag zur Gewaltprävention. Die Schülerinnen und Schüler lernten, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, unterschiedliche Lebensrealitäten zu respektieren und Vielfalt als Bereicherung zu sehen. So wurde Demokratie als gelebte Haltung im täglichen Miteinander erlebbar.